Konzeption des Ev. Familienzentrum Lindenthal

Ev. Kindertagesstätten Matthäuskirche und Dietrich-Bonhoeffer-Kirche im Verbund


Inhalt:

Vorwort

1. Rahmenbedingungen

1.1. Gesetzlicher Hintergrund

       Auftrag nach KiBiz und Bildungsvereinbarung NRW

1.2. Lage der Kitas, Öffnungszeiten, Gruppenformen,

       Bring und Abholzeiten, Schließungszeiten

1.3. Personal

1.4. Aufnahmeverfahren

2. Pädagogische Arbeit

2.1. Grundlagen unseres pädagogischen Handelns

2.2. Unser religionspädagogischer Ansatz

2.3. Freispiel

2.4. Sprachförderung

2.5. Gesundheitsförderung und Bewegungserziehung

2.6. Kreativität/ musikalische Erziehung, Kunsterziehung

2.6.1. Mahlzeiten

2.6.2. Schlafen

2.6.3. Körperpflege

2.7. Raumgestaltung

2.8. Elternarbeit

       Auftrag nach KiBiz, Formen der Elternarbeit

2.9. Beobachtung und Bildungsdokumentation, Portfolios

2.10. Feste und Feiern

2.11. Gestaltung von Übergängen

2.11.1 Eingewöhnung

2.11.2 Übergang Kita-Schule

3. Der Träger

3.1. Die Ev. Kirchengemeinde Köln-Lindenthal

3.2. Das Ev. Familienzentrum

3.3. Qualitätsentwicklung

4. Öffentlichkeitsarbeit

5. Kooperationen

 

 

Vorwort

Kinder sind Gegenwart und Zukunft der Gemeinde.

 

In vielfacher Weise engagiert sich unsere Gemeinde für Kinder, denn jedes Menschenkind ist durch Gott angenommen.

Dies wird besonders im Sakrament der Taufe deutlich. Die Taufe ist ein wesentliches Element unseres Gemeindeaufbaus. Durch die Kontakte zu den Tauffamilien wird eine Grundlage für eine gemeindliche Verbundenheit gelegt.

Unser Familienzentrum erdet diese Kontakte zu den Familien mit seinen vielfältigen Angeboten und Vernetzungen. Die beiden Hauptsäulen sind unsere Kindertagesstätten Matthäuskirche und Dietrich-Bonhoeffer-Kirche. Verstärkt wird unser Engagement für Kinder durch Spiel- und Krabbelgruppen, durch Beratungsangebote und Unterstützungen über unsere KooperationspartnerInnen.

Auch unsere familienfreundlichen Gottesdienste (Familiengottesdienst und Kirche Kunterbunt) und die Gottesdienste speziell für Kinder (Minigottesdienst, Kinderkirche, Biblische Erzählungen) ergänzen diese Angebote und bringen ihnen Traditionen des Glaubens nahe.

Schulgottesdienste, ökumenische Kinderbibelwoche und Tauferinnerungs-gottesdienste ermöglichen weitere Kontakte mit der Gemeinde.

Auch die vielfältigen Angebote für Kinder in unseren Jugendzentren bieten Kindern im Stadtteil eine Möglichkeit, ihre Freizeit sinnvoll mit anderen zu gestalten.

Der Familientreff und der Vätertreff tragen mit ihrem Programm mit dazu bei, dass es auch Angebote für Eltern und Kinder gibt.

Im Zentrum all unseres Engagements stehen die Kinder und ihre Familien und hier ist das Familienzentrum ein zentrales Herzstück unserer Gemeindearbeit.

 

1. Rahmenbedingungen

 

1.1.         Gesetzlicher Hintergrund

In Nordrhein-Westfahlen gilt seit dem 1. August 2008 das “Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern”, kurz Kinder-Bildungsgesetz (KiBiz).

 

Zusammen mit dem Sozialgesetzbuch VIII (Kinder- und Jugendhilfe) vom 26.06.1990 und der Bildungsvereinbarung NRW bildet es in der jeweils gültigen Fassung den gesetzlichen Hintergrund für die Arbeit in unseren Kindertagesstätten.

 

Außerdem gelten die für die Kindertagesstättenarbeit in der Evangelischen Kirche im Rheinland maßgebenden Vorschriften (Kirchenordnung der EKIR, Kirchengesetze, Tarifverträge).

 

1.2.         Lage der Kitas, Öffnungszeiten und Gruppenformen; Bring- und Abholzeiten

 

 

Ev. Kita Matthäuskirche           

Ev. Kita Dietrich-Bonhoeffer-Kirche

Lage

Die Ev. Tageseinrichtung für Kinder Matthäus-kirche liegt in der nordöstlichen Ecke unseres Gemeinde-bezirks, in der Herbert-Lewin-Straße 4.

Die Ev. Tageseinrichtung für Kinder Dietrich-Bonhoeffer-Kirche liegt südwestlich im Gemeindebezirk, An der Decksteiner Mühle 11.

Öffnungszeiten

montags bis freitags von 7.30 Uhr - 16.30 Uhr

montags bis freitags von
7.30 Uhr - 16.30 Uhr

Gruppenformen

2 Gruppen,

beide Gruppenform I;

25 Plätze mit Betreuungszeit von 45 Std. wöchentlich

(7.30 – 16.30 Uhr);

15 Plätze mit Betreuungszeit von 35 Std. wöchentlich

(7.30 – 14.30 Uhr)

3 Gruppen,

alle Gruppenform I;

alle Plätze Ganztagsplätze

(45 Std. Betreuungszeit wöchentlich)

Bring- und Abholzeiten

feste Bring- und Abholzeiten

feste Bring- und Abholzeiten

Schließungszeiten

In beiden Kindertageseinrichtungen:

-       Werktage zwischen Weihnachten und Neujahr

-       erste oder zweite Hälfte der Sommerferien

-       gesonderte, durch das Presbyterium beschlossene Schließungen (Mitarbeiterausflug, Desinfektionstag, 2 Tage jährlich für gemeinsame Fortbildungen der Teams, Brückentag).

 

       

1.3.         Personal

Die Personalstruktur besteht aus den vom Gesetzgeber vorgesehenen Kräften zwischen 2 und 2,5 MitarbeiterInnen pro Gruppe. Zusätzlich beschäftigen wir eine freigestellte Leitungskraft, die sich um die Leitung, Verwaltung und Organisation beider Kitas kümmert, sowie eine Koordinatorin für die Familienzentrumsarbeit mit einem Stellenumfang von 15 Wochenstunden und je eine Reinigungs- und eine Hauswirtschaftskraft.


1.4.         Aufnahmeverfahren

Wir nehmen in der Regel Kinder im Alter von 2 Jahren auf. Der Stichtag, aus dem sich ergibt, wann ein Kind als zweijähriges gilt, ist der 01.11. des begonnenen Kindergartenjahres (das Kindergartenjahr beginnt im August). Die Kinder, die nach dem 01.11. drei Jahre alt werden, gelten als Zweijährige.

Eltern, die sich für einen Platz anmelden möchten, müssen die Anmeldung (herunterzuladen unter www.familienzentrum-lindenthal.de) bis spätestens 01.01. des Jahres, in dem wir ihr Kind zum neuen Kindergartenjahr aufnehmen könnten, abgegeben haben. Da die Anmeldungen zentral abgeheftet werden, reicht es, eine Anmeldung abzugeben. Über die Aufnahme entscheiden die/der jeweils zuständige PfarrerIn, die Trägervertreterinnen des Presbyteriums und die Leiterin/der Leiter der Einrichtung anhand folgender Kriterien:

Konfession, Alter, Wohnort in der Gemeinde, soziale Gründe (z.B.: Geschwisterkind bereits in der Einrichtung, alleinerziehend). Die Platzvergabe zum August findet ab März statt. Der Platz ist vergeben, wenn Kirchengemeinde und Elternhaus den Betreuungsvertrag unterschrieben haben. Alle Anmeldungen werden aufgehoben, bis die Kinder Fünf Jahre alt sind. Wird ein Platz frei, wird aus den vorhandenen Anmeldungen anhand der Aufnahmekriterien ein Kind ausgewählt. Eine Nachrückerliste mit genau zugewiesenen Platznummern existiert nicht.

Die Zuweisung der Kinder zu den Einrichtungen erfolgt in der Regel nach Verfügbarkeit, Ortsnähe und Wunsch der Eltern.

  

2. Pädagogische Arbeit

 

2.1. Grundlagen unseres pädagogischen Handelns

Wir, die MitarbeiterInnen des Ev. Familienzentrums, gehen bei unserer pädagogischen Arbeit immer von der individuellen Situation des Kindes aus. Das Kindertagesstättenkind hat bei seinem Eintritt in die Einrichtung bereits wichtige Entwicklungsschritte vollzogen. Dieser Entwicklungsprozess verläuft aufgrund unterschiedlicher sozialer Einflüsse und anlagebedingter Faktoren individuell.

Unsere Aufgabe sehen wir darin, das Kind „da abzuholen, wo es sich in seiner Entwicklung befindet“, sein Selbstvertrauen zu vertiefen, wozu auch die Ablösung vom Elternhaus gehört. Der kontinuierliche Aufbau des Selbstvertrauens ist Grundlage für die zunehmende Selbstständigkeit des Kindes. Außerdem möchten wir mit unserer pädagogischen Arbeit die schöpferischen Kräfte des Kindes unter Berücksichtigung seiner individuellen Neigungen und Begabungen weiterentwickeln, dem Kind Grundwissen über seinen Körper vermitteln und die Entwicklung seiner geistigen Fähigkeiten fördern.

Ein „Wir-Gefühl“ innerhalb der Kindertagesstättengruppe zu entwickeln und weiterzuentwickeln ist in unserer pädagogischen Arbeit sehr wichtig, wobei unser Ziel ist, dass jedes Individuum sich so entfalten kann, dass es sich im Gruppenprozess wohlfühlt und zu seinem Recht kommt.

Innerhalb der Gruppe ist das einzelne Kind zuweilen auch Spannungen und Konflikten ausgesetzt, bei deren Bewältigung wir es begleiten und unterstützen möchten. Es lernt die Regeln, die notwendig sind, um miteinander umgehen zu können. Diese Regeln dienen der Orientierungshilfe und eigenen Sicherheit.

Das Kind geht Bindungen ein und erfährt emotionale Wärme und Nähe. Es soll dazu befähigt werden, seine eigene Rolle innerhalb der Gruppe zu erfahren, wobei ein partnerschaftliches, gewaltfreies und gleichberechtigtes Miteinander, insbesondere auch der Geschlechter untereinander, gelernt werden soll. Gegenüber anderen Kulturen und Weltanschauungen soll Verständnis und Toleranz gefördert werden. Wir sehen uns ErzieherInnen als Vorbild und Teil der Gruppe und geben uns nach bestem Wissen und Gewissen in diesen Gruppenprozess ein.

 

2.2. Unser religionspädagogischer Ansatz

Erziehung zum christlichen Glauben bedeutet für uns die Vermittlung von Glaubensgrundlagen und Werten wie Achtsamkeit, Friedfertigkeit, Respekt und Wahrhaftigkeit.

Wir singen und beten mit den Kindern, feiern christliche Feste, sprechen über Gott und Jesus und vermitteln religiöse Grunderfahrungen. Wir möchten dem Kind das Gefühl von Geborgenheit vermitteln und es in seinem Vertrauen bestärken, das Grundlage sein kann für sein späteres Leben. Dabei soll es etwas erfahren von der Urgeborgenheit bei Gott.

Das Leben in unseren Ev. Tagesstätten ist an christlichen Grundwerten orientiert, wie sie im Reden und Handeln Jesu Christi zum Ausdruck kommen: Gott und den Nächsten lieben!

Die Kinder sollen Erfahrungen sammeln, wie man nehmen und geben, wie man Frieden stiften und Liebe üben, sich behaupten und doch die Wünsche und Nöte des anderen erspüren und auf sie eingehen kann. Wir wollen lernen, uns einander anzunehmen, so wie Jesus Mensch und Tier angenommen hat.

 

Als Max eines Morgens mit seinem Vater in die Kita geht, sieht er auf der Straße einen toten Vogel liegen. Der Fünfjährige ist noch ganz aufgeregt, als er in seine Gruppe kommt. Die Erzieherin merkt, dass ihn das tote Tier beschäftigt. Sie zündet eine Kerze an, ruft die Kinder zu sich und spricht mit ihnen über den Tod des Vogels. Auf einmal sagt Max leise: „Ich glaube, dass der Vogel jetzt im Himmel ist.“

 

Dieses Beispiel macht deutlich, worum es eigentlich geht: religiöse Erziehung in der Kindertagesstätte bedeutet für uns, die Kinder in ihren Bedürfnissen ernst zu nehmen und ihnen zu helfen, selbstständige und selbstverantwortliche Menschen zu werden. Dabei kommt es nicht auf die Zahl der erzählten biblischen Geschichten an, es geht vielmehr darum, den Kindern Geschichten und Gebete als Deutungen ihres Erlebens anzubieten. Als Erzieherinnen und Erzieher möchten wir glaubwürdig sein und die Kita sollte ein Ort sein, in dem Worte und Taten übereinstimmen. Beschäftigt das Kind sich mit dem Glauben, ist das für die Eltern oft Anlass, es auch zu tun.

Enttäuschungen, aber auch gute Erfahrungen mit der Kirche werden wieder lebendig. Evangelisches Profil bedeutet für uns, dass ein Kind auch langfristig im Netz unserer Gemeinde geborgen ist. Zu diesem Netz tragen die vielfältigen Angebote unserer Kirchengemeinde bei.

 

2.3. Freispiel

Das Freispiel nimmt in unserem Alltag einen großen Raum ein. Im freien Spiel können die Kinder selbst und spontan entscheiden, mit wem, wo, wie lange und womit sie sich beschäftigen möchten. Sie sollen Spaß am Spiel haben, wobei es nicht darum geht, ein Ergebnis zu erzielen. Das Kind steckt sich selbst seine Ziele und die Fachkräfte helfen begleitend dabei. Der Grundgedanke der Partizipation wird im Kitalltag gelebt, z.B. indem kleinere und größere Kinder und Erwachsene gemeinsam nach Lösungen suchen und Absprachen treffen. Die Kinder erhalten die Möglichkeit, sich in Konfliktsituationen aktiv auseinanderzusetzen, sich zu behaupten, aber auch nachzugeben.

 

 2.4. Sprachförderung

Als wichtiges Verständigungsmittel des Menschen gilt Sprache als Brücke in zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie ist Teil der Persönlichkeit und Medium, um mit Anderen in Kontakt zu treten.

Der Prozess der Sprachentwicklung beginnt bereits mit der Geburt des Kindes und wird in der Regel intuitiv von den Eltern unterstützt. Um diesen Prozess weiterzuentwickeln, ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit von ErzieherInnen und Eltern in der Kita ein wesentlicher Baustein der Sprachförderung.

Uns ist es wichtig, den Alltag in der Kindertagesstätte sprachfreundlich und sprachanregend zu gestalten. Die pädagogischen Fachkräfte sind sich ihrer Rolle als Sprachvorbild bewusst. Die Sprachförderung findet im Alltag z.B. durch Sing- und Sprechspiele, Bilderbuchbetrachtungen, von den ErzieherInnen geschaffene Sprachanlässe und aktives Zuhören statt.

In unserem Familienzentrum finden Elternabende rund um´s Thema Sprachentwicklung sowie halbjährlich durchgeführte offene Sprechstunden einer Sprachheiltherapeutin statt.

In den regelmäßig geführten Entwicklungsgesprächen erhalten Eltern Informationen über den von uns beobachteten aktuellen Stand der Sprachentwicklung ihres Kindes.

Wenn Förderbedarf erkannt wird, erhalten die betroffenen Kinder regelmäßige Sprachförderangebote in der Kita.

Weiterhin ermöglicht unser Ev. Familienzentrum, dass auch Kinder, die keine Kita besuchen, an Sprachfördermaßnahmen teilnehmen können. Diese werden vom Jugendamt initiiert und es werden dafür Räumlichkeiten von uns zur Verfügung gestellte (z.Zt. Lindenthalgürtel 28).

Für ratsuchende Eltern liegt im Eingangsbereich der Kitas eine Liste mit örtlichen logopädischen und ergotherapeutischen Praxen bereit.

 

 

2.5. Gesundheitsförderung und Bewegungserziehung

Wir möchten die Gesundheit der Kinder unterstützen und fördern dies durch gesunde Ernährung und ausreichende Bewegungsmöglichkeiten. Jede Gruppe bietet regelmäßig Bewegungsangebote an, die sowohl im Haus als auch auf dem Außengelände stattfinden. Gruppenräume, Flure und Außengelände bieten durch ihre Gestaltung verschiedenste Bewegungsmöglichkeiten im Kita-Alltag.

Kinder werden ermutigt, ihren Gefühlen zu trauen und unterschiedliche Gefühle wahrzunehmen. Sie lernen gute und schlechte Gefühle zu differenzieren, lernen die eigenen Grenzen und die anderer zu achten  und werden zum respektvollen Umgang miteinander angeleitet. Das findet seinen Niederschlag u.a. in dem Angebot an die Kleinen, sich eine bestimmte Erzieher/in zum Wickeln auszusuchen (s.2.6.4)

 

2.6.1. Kreativität, musikalische Erziehung, Kunsterziehung

Wir ermutigen die Kinder, mit vielfältigen Materialien umzugehen, die sie in der Kita entdecken können. Kreativität zählt zu den wichtigen Lebenskompetenzen und neben gezielten Angeboten geben wir den Kindern Möglichkeiten, frei gestalten und experimentieren zu können. In den Atelierräumen können Kinder mit unterschiedlichen Materialien kreativ werden (Gestalten mit Papier (Schneiden, Falten ...), Stoffen, Filz, Muscheln, Steinen, Mosaiksteinen, Malen, Arbeiten mit Ton, Wolle, Prickeln, Perlenschmuck, Federschmuck etc., etc.). Die ErzieherInnen leiten die Kinder bei der Auswahl und Bearbeitung der Materialien an, wenn sie Impulse oder Unterstützung benötigen.

 

2.6.2. Mahlzeiten

Gemeinsame Mahlzeiten sind für das Erleben von Kindern von sehr hoher Bedeutung. Eine angenehme Atmosphäre und das Gefühl von Zugehörigkeit vermitteln dem Kind Geborgenheit und Sicherheit. Die ErzieherInnen werden als Begleiter und Vorbilder erlebt. Große Freude haben die Kinder daran, den Tisch zu decken und selbst die Kleinen möchten so früh wie möglich selbstständig essen und trinken. Darin werden sie von uns bestärkt und unterstützt.

 

Für das Essen gelten bei uns folgende Grundsätze:

-       Abwechslungsreiche Speisepläne; Kinder- und Elternwünsche werden mit einbezogen

-       Jeden Tag gibt es mindestens einen gesunden Bestandteil (Gemüse, Salat oder Frischobst)

-       Frühstück und Nachmittagssnacks werden in Rücksprache mit dem Elternhaus gesundheitsorientiert ausgerichtet (keine Süßigkeiten).

  

„Während des Essens erfährt das Kind:

-       Vieles über seine eigene Fähigkeit rund um die Nahrungsaufnahme (z.B.. motorische Leistung Auge-Hand-Mundkoordination)

-       Wiederkehr zeitlicher Abläufe (Frühstück, Spielen, wickeln, Mittagessen usw.)

-       Geschmack, Geruch, Konsistenz verschiedener Nahrungsmittel

-       Namen dieser Nahrungsmittel

-       Soziales Miteinander und Kommunikation in der Gruppe“

 

(aus: Anja Cantzler, Essen mit Genuss, in: Kindergarten heute, 9/2008)

 

Das Mittagessen beginnen wir mit einem gemeinsamen Tischgebet. Danach befüllen sich alle ihre Teller. Mit der Zeit lernen die Kinder dadurch, einzuschätzen, wie viel sie essen können. Alle Kinder essen so viel, bis sie satt sind. Es dürfen natürlich Reste auf dem Teller bleiben. Wir benutzen kindgerechtes Besteck.

Die zweijährigen Kinder sitzen jeweils nahe bei einem Erwachsenen, damit Hilfe direkt erfolgen kann. Für die Kleinen werden Sitzmöglichkeiten bereitgestellt, die beiden Füßen Halt und Bodenkontakt bieten.

 

2.6.3. Schlafen

In unseren Gruppen findet nach dem Mittagessen nach Bedarf der Mittagsschlaf statt. Das Schlafen ist für jüngere Kinder ein wichtiger Bestandteil des Tagesablaufs, denn Kleinere bedürfen im Laufe des Tages ihrer Ruhepausen. Im Gruppenraum gibt es einen Ort der Ruhe (Couch oder Teppich), wo sich einzelne Kinder im Verlauf des Tages ausruhen können, ohne direkt den Kontakt zum Spielgeschehen aufgeben zu müssen.

Zusätzlich gibt es einen separaten Ruheraum, wo die Kinder die Möglichkeit haben, in Ruhe schlafen zu können. Jedes Schlafkind hat hier eine Matratze mit von zu Hause mitgebrachter Bettwäsche, Kuscheltier, etc.

 

2.6.4. Körperpflege

Unser Wickelbereich befindet sich in den Wasch- und Toilettenräumen. Es gibt Platz für eine hochgelegte Duschtasse und durch eine ausziehbare Treppe können die Kinder selbst auf die Wickelauflage steigen. Sie können selbst aussuchen, von welcher Bezugsperson sie gewickelt werden möchten.

Beim Windeln wechseln erhalten die Kinder ungeteilte Aufmerksamkeit in einem geschützten Rahmen. Wir achten darauf, dass sich die Kinder nach und nach an ihrer eigenen Pflegesituation beteiligen, z.B. Windeln selber an- und ausziehen.

Der Schritt in die Sauberkeit ist ein Entwicklungsprozess.

Windeln und Pflegeprodukte werden von den Eltern gestellt.

Regelmäßiges Händewaschen der Kinder, z.B. vor den Mahlzeiten und nach dem Toilettengang, wird von uns unterstützt.

 

2.7. Raumgestaltung

Unsere Räume sind in Spiel- und Erlebnisbereiche strukturiert. Sie sind ansprechend gestaltet und bieten Raum für Bewegung und Rückzug. Wir sind bemüht, die Materialauswahl dem Alter, den Interessen und Bedürfnissen der Kinder entsprechend anzupassen.

 

2.8. Elternarbeit

 

Auftrag nach KiBiz

Das Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz) regelt die Zusammenarbeit von Eltern und Kindertagesstätte. Das Personal der Kita und Eltern sollten vertrauensvoll und partnerschaftlich zusammenarbeiten. Eltern haben das Recht auf regelmäßige Information über den Entwicklungs- und Bildungsstand ihres Kindes.

 

Zusammenarbeit mit den Eltern

Eltern und ErzieherInnen sind wichtige Partner in der Erziehung der Kinder. Daher legen wir viel Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern. Wir informieren sie täglich beim Bringen und Abholen der Kinder, in sogenannten Tür- und Angelgesprächen, in regelmäßig stattfindenden Elterngesprächen, auf Elternabenden, auf unseren Infowänden und per E-Mail und in Elterncafés über unsere pädagogische Arbeit. Regelmäßig bieten wir Elternabende zu pädagogisch relevanten Themen und den Elternkurs „Starke Eltern- starke Kinder®“ an, die von allen Eltern unserer Kindertagesstätten und des Sozialraums besucht werden können. Bei der Wahl der Themen für die Vortrags- und Infoabende richten wir uns nach den Bedürfnissen der Familien.

Wir freuen uns, wenn Eltern uns unterstützen, mithelfen und unsere Arbeit durch ihre Ideen bereichern.

 

Elternmitwirkung und Förderverein

Viele Aktionen wären ohne das Engagement der Eltern in unseren Kitas nicht möglich. So finden sich fast immer Eltern, die uns am Waldtag oder bei Ausflügen und Festen unterstützen und begleiten.

In beiden Kindertagesstätten werden in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fördervereinen Angebote für die Kinder realisiert.

In Zusammenarbeit mit dem Katholischen Familienzentrum in unserem Stadtteil ermöglichen wir weiterhin unseren Eltern gegenseitig die Teilnahme an wohnortnahen Angeboten, wie in diesem und im letzten Kindergartenjahr an dem Elternkurs „Starke Eltern- starke Kinder“.

Beide Kitas verfügen über ein jederzeit einsehbares Verzeichnis aktueller Bildungsangebote, z.B. „FuN- Programm (Familie und Nachbarschaft) u.v.m. durch die Familienbildungsstätte (FBS).

 

Elternversammlung, Elternbeirat, Rat der Tageseinrichtung

Zur Förderung der Zusammenarbeit von Eltern, Personal und Träger gibt es die Elternversammlung, den Elternbeirat und den Rat der Tageseinrichtung.

Diese Mitwirkungsgremien sollen die Zusammenarbeit zwischen den Eltern, dem Träger und dem pädagogischen Personal sowie das Interesse der Eltern für die Arbeit in der Einrichtung fördern.

Die Eltern der die Einrichtung besuchenden Kinder bilden die Elternversammlung. Dort informiert der Träger über personelle Veränderungen sowie über pädagogische und konzeptionelle Angelegenheiten. Zu den Aufgaben der Elternversammlung gehört die Wahl der Mitglieder des Elternbeirates. Bei der Wahl des Elternbeirates hat jeder anwesende Erziehungsberechtigte eine Stimme. Dies beruht auf folgender Erwägung: die Mitwirkungsbestimmungen dienen nicht der individuellen Vertretung des jeweiligen Kindes, vielmehr sind sie wichtig im Blick auf das Gesamtbild der Tageseinrichtung.

Der Elternbeirat vertritt die Interessen der Elternschaft gegenüber dem Träger und der Leitung der Einrichtung.

Der Rat der Tageseinrichtung besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des Trägers, des Personals und des Elternbeirates. Er ist ein Beratungsgremium, in dem gemeinsam von den vorgenannten Beteiligten alle die Tageseinrichtung berührenden Fragen besprochen werden sollen mit dem Ziel der Herstellung von Einvernehmen und ggf. der Aufgabe, Vereinbarungen möglich zu machen.

 

2.9. Beobachtung und Bildungsdokumentation, Portfolios

Beobachtung ist die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit. Wir beobachten täglich, um die Interessen, Themen und Bedürfnisse der Kinder zu erkennen.

Die Entwicklung jedes Kindes wird dokumentiert durch:

Fotos, Zitate, Zeichnungen, Kunstwerke und Fotos der Kinder werden mit jedem Kind in einem Portfolio gesammelt. Dort können Eltern, Kinder und ErzieherInnen immer wieder gerne hineinschauen.

Mit den Eltern werden jährlich ausführliche Gespräche über den Entwicklungsstand ihrer Kinder geführt. Gesprächsgrundlage bietet hierbei der wissenschaftlich evaluierte DESK- Bogen (Dortmunder Entwicklungsscreening).

 

2.10. Feste und Feiern

Feste gehören zu unserer Kultur und unserem Brauchtum. Wir beteiligen die Kinder an der Vorbereitung. Die Festanlässe bieten vielfältige Möglichkeiten zum kreativen Gestalten, Singen und anderem.

Im Laufe des Jahres feiern wir religiöse, jahreszeitliche, interkulturelle und andere Themenfeste mit den Kindern und häufig auch deren Familien.

 

2.11. Gestaltung von Übergängen

 

2.11.1 Eingewöhnung

Die zeitweise Trennung von vertrauten und die Hinwendung zu unbekannten Personen verlangt dem Kind eine extrem hohe Anpassungsleistung ab. Um eine Beziehung zur neuen Kita aufbauen zu können, benötigen sowohl die Eltern als auch die Kinder Zeit.

Bereits beim Aufnahmegespräch machen wir den Eltern deutlich, welche Bedeutung die Eingewöhnungsphase für die Kinder hat und dass die Anwesenheit der Eltern unbedingt erforderlich ist. Die Aufnahme und Eingewöhnung gestalten wir in dem Bemühen, dass allen Beteiligten Zeit bleibt, sich in die neue Situation einzufinden.

Für uns sind eine sorgfältige Planung und Durchführung der Trennung von Mutter und Vater und der Aufbau einer Beziehung zu einer ErzieherIn besonders wichtig.

In der Zeitspanne von ca. 14 Tagen wird im Beisein von Mutter oder Vater eine Bindung von der ErzieherIn zum Kind aufgebaut, in welcher die Trennungszeiten von der Mutter oder dem Vater möglichst stressfrei gesteigert werden. Die Zeiten mit und ohne Eltern orientieren sich an den Reaktionen des Kindes. Die Eingewöhnungszeit ist abgeschlossen, wenn das Kind die Erzieherin bzw. den Erzieher als Bezugsperson akzeptiert (d.h., wenn es sich z.B. trösten lässt, wenn es gegen den Weggang der Mutter protestiert).

Unterstützend und wichtig sind hierbei Rituale wie das „Winken“ an unseren Fenstern oder das „Rausschmeißen“ aus unsrer Eingangstür und ein immer wiederkehrender und somit vertrauter Rhythmus im Tages- und Wochenverlauf.

Die Eingewöhnungsphase sollte vor einem evtl. Berufseintritt der Mutter bzw. des Vaters abgeschlossen sein, damit sie ohne Druck durchgeführt werden kann. In dieser Zeit sollte das Kind die Einrichtung anfangs nur stundenweise, später etwas länger besuchen. Die Eltern sollten für die Eingewöhnungsphase genug Zeit (ca. 1 Monat) einplanen.

 

2.11.2. Übergang Kita-Schule

Am Ende des Kita-Jahres heißt es für unsere „Wackelzähne“, die großen Kitakinder, Abschied nehmen. Die bald eintretende neue Lebenssituation in der Grundschule bedeutet viele Veränderungen für die Kinder. Elternhaus und Kita-Team unterstützen die Kinder darin, wichtige Fähigkeiten dafür zu erwerben.

 

Die Schulfähigkeit setzt sich aus den vier Bereichen

 

Je stärker die emotionale Schulfähigkeit entwickelt werden kann, desto stärker können auch soziale und motorische Schulfähigkeit entwickelt werden.

Je stärker wiederum die soziale und motorischen Fähigkeiten entwickelt sind, um so stärker kann sich die kognitive Fähigkeit entwickeln.

Den wichtigsten Baustein für die Entwicklung von Schulfähigkeit bildet also die emotionale Stabilität.

Kinder können emotional gesund aufwachsen, wenn die Befriedigung ihrer seelischen Grundbedürfnisse sichergestellt ist. Diese Grundbedürfnisse sind z.B.: Liebe, Zeit, Ruhe, Bewegung, Respekt, Neugierde, Vertrauen, Sicherheit, Optimismus, Gewaltfreiheit, Verständnis, Erfahrungsräume und Mitspracherecht. In den Kindertagesstätten unseres Familienzentrums wird auf die Befriedigung der seelischen Grundbedürfnisse der Kinder großes Gewicht gelegt. Bei aller Forderung, Förderung und Anregung, die wir den Kindern angedeihen lassen, sind wir stets bedacht, den Kindern ausreichend Zeit zum freien Spiel zu geben, denn dort können sie eigene Fähigkeiten entwickeln und vervollständigen und alles, was sie erleben, was sie beeindruckt oder beunruhigt, verarbeiten. Nur ausgeglichene Kinder können Selbstbewusstsein aufbauen und positiv in die Zukunft blicken.

(angelehnt an: Armin Krenz: „Ist mein Kind schulfähig?“ 6. Aufl. 2009, Kösel-Verlag, München)

     

Die umliegenden Schulen laden die ErzieherInnen einmal jährlich zu einem gemeinsamen Austausch ein.

Auch bei der jährlich stattfinden Infoveranstaltung für die Eltern der vierjährigen Kinder sind die Kitas aus dem Stadtteil einbezogen.

Darüber hinaus laden wir uns gegenseitig zu Festen und Veranstaltungen ein und machen unsere Angebote gegenseitig bekannt.

Die Schule lädt die „Wackelzähne“ zu Schnuppertagen ein.

In einem Gottesdienst werden die Kinder feierlich verabschiedet.

 

3. Der Träger

 

3.1. Die Ev. Kirchengemeinde Köln-Lindenthal

Die Ev. Kirchengemeinde Köln-Lindenthal besteht seit 1898 und hat heute ca. 8000 Gemeindemitglieder. Die Leitung der Kirchengemeinde liegt beim Presbyterium.
Alle 4 Jahre wählen die Mitglieder der Gemeinde in geheimer Wahl das Presbyterium. Weiterhin werden „Mitarbeiterpresbyter“ gewählt, da wir uns in der Kirche als Dienstgemeinschaft verstehen und somit auch beruflich Mitarbeitende an der Leitung der Gemeinde beteiligen. Die Pfarrer sind aufgrund ihres Amtes geborene Mitglieder des Presbyteriums.

Die Lindenthaler Gemeinde hat drei Predigtstätten und Gemeindezentren:

Dietrich-Bonhoeffer-Kirche (An der Decksteiner Mühle), Matthäuskirche (Dürener Str./Ecke Herbert-Lewin-Str.), Paul-Gerhardt-Kirche (Gleueler Str./ Ecke Lindenthalgürtel).

 

Einige weitere Akzentsetzungen unserer gemeindlichen Arbeit:

Sinnvoll und solidarisch handeln – die seelsorgerliche und diakonische Begleitung und Unterstützung von Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit.

Weitere Schwerpunkte unserer Gemeinde sind das vielfältige Nachdenken über den Glauben in Gesprächsgruppen, ökumenischen Begegnungen und verschiedenen Andachtsformen und die Kirchenmusik – Glauben in Musik, Musik im Glauben in Gottesdienst und Konzert.

 

3.2. Das Ev. Familienzentrum

Als evangelische Kindertagesstätten sind wir ein Teil der evangelischen Gemeinde Lindenthal. Ziele und Aufgaben des Familienzentrums sind die Bereitstellung von Angeboten zur Förderung und Unterstützung von Kindern und Familien in unterschiedlichen Lebenslagen und mit individuellen Bedürfnissen. Als Ausgangspunkte nutzen wir die Kindertagesstätten Matthäuskirche und Lindenthalgürtel (ab Sommer Deckstein), um für die im Stadtteil lebenden Familien niederschwellige Angebote im Bereich der Bildungs-, Erziehungs- und Beratungsarbeit sowie im Freizeitbereich zu gestalten. Wichtige Aspekte sind für uns neben der Beratung und Unterstützung auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Familienbildung, Erziehungspartnerschaft und Kindertagespflege.

 

Neben den Sprechstunden im Büro der Familienzentrums am Lindenthalgürtel 30 (Mi. und Do. 10.30- 12.00 Uhr) und den Sprechzeiten in den beiden Kindertagesstätten (Mi. und Do. 7.30-10.00 Uhr) gibt es für Eltern einmal monatlich die Möglichkeit, einen Termin mit einer Mitarbeiterin der Ev. Beratungsstelle Tunisstraße im Familienzentrum wahrzunehmen. Weiterhin besteht halbjährlich das Angebot des Besuches der Sprechstunde einer Sprachtherapeutin, welche den Eltern im Familienzentrum alle Fragen zur kindlichen Sprachentwicklung und ihrer Auffälligkeiten beantwortet.

 

Anhand eines Ordners können sich Eltern über Beratungsangebote im Stadtteil  informieren. Dort finden sie :

-          Beratungs- und Therapiemöglichkeiten (z.B. Logopädie, Ergotherapie etc.).

-          Angebote zur Gesundheits- und Bewegungsförderung (z.B. Sportvereine, Kurse Zentrum für Sport und Medizin etc.)

-          Angebote zur Familienbildung in der Umgebung (z.B. Kursangebote der Familienbildungsstätte)

-          Familien- und kindorientierte Angebote im Umfeld ( Spiel- und Ablösegruppen im Gemeindehaus Matthäuskirche, Kinderchor in der Paul-Gerhardt-Kirche, familienfreundliche Angebote des Familien- und Vätertreffs etc.).

 

Auskünfte können Interessierte durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Familienzentrums erhalten.

 

Kindertagespflege

Die MitarbeiterInnen des Ev. Familienzentrums Lindenthal sind in der Lage, Eltern kompetent zum Thema „Kindertagespflege“ zu beraten. In den Kitas ist ein Flyer zum Thema „Tageseltern & Babysitter“ erhältlich, der den Eltern alle wichtigen Informationen nebst Ansprechpartnern bietet.

Weiterhin existiert in jeder Einrichtung ein Ordner „Kindertagespflege“ mit aktuellem Informationsmaterial. Zeit für ein Gespräch findet sich ebenfalls in den offenen Sprechstunden am Lindenthalgürtel. Zweimal jährlich wird ein Info-Elterncafé zum Thema Kindertagespflege veranstaltet.

Die Kindertagesstätten verfügen über Adresslisten der Einrichtungen im Stadtteil, die Kinder unter drei Jahren betreuen.


 Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Jährlich führt das Familienzentrum eine Bedarfsabfrage durch, um den Betreuungsbedarf der einzelnen Familien zu ermitteln.

Wir bieten seit dem Kindergartenjahr 2010/2011 Betreuung für Kinder unter drei Jahren an und ermöglichen in den Ferienzeiten, die Kinder in der Verbundeinrichtung betreuen zu lassen.

Die Eltern haben weiterhin die Möglichkeit, aus unserem „Babysitterordner“ von uns sorgfältig ausgewählte Personen für die Kinderbetreuung zu kontaktieren.

 

3.3. Qualitätsentwicklung

Unsere Arbeit orientiert sich an den Qualitätsstandards des Qualitätsmanagements der Ev. Kindertageseinrichtungen (QM-Ordner, Bundesrahmenhandbuch des Diakonischen Institutes für Qualitätsmanagement und Forschung GmbH), dem KiBiz (Kinderbildungsgesetz), sowie an der Erfüllung der Gütesiegelkriterien Familienzentrum NRW.

Das Gütesiegel haben wir als Ev. Familienzentrum Lindenthal als Verbund unserer beiden Ev. Tageseinrichtungen für Kinder im Jahre 2011 erlangt. Im Jahre 2015 werden wir an der Re-Zertifizierung durch das Ministerium, ausgeführt durch PädQuis, teilnehmen.

Im Rahmen der Zertifizierung zum Familienzentrum NRW haben wir unsere Qualitätsstandards weiter ausgebaut und gesichert, z.B. durch regelmäßige Bedarfsabfragen bei den Familien unserer Kitas und im Sozialraum und unsere darauf ausgerichteten Angebote wie themenorientierte Elternabende.

Unsere pädagogischen MitarbeiterInnen erweitern ihre Kompetenzen kontinuierlich durch den Besuch von Fort- und Weiterbildungen.

Im Rahmen der Qualitätsentwicklung werden regelmäßige MitarbeiterInnengespräche geführt und ggf. wird die Möglichkeit der Supervision zur professionellen Reflektion der Arbeit genutzt.

Arbeitskreise und fachliche Begleitung durch die Fachberatung der Diakonie ergänzen unsere Kenntnisse.

Die Verantwortung für das Beschwerdemanagement liegt bei der Koordinatorin des Familienzentrums. Der Umgang mit Beschwerden orientiert sich an der Verfahrensanweisung im QM-Ordner. Es gibt einen Beschwerdebriefkasten in jeder Kita.

Besteht ein Verdacht auf sexuellen Missbrauch, ist die Beauftragte für die Gefährdung des Kindeswohls zuständig. Die Gemeinde hat einen Leitfaden entwickelt, der die Vorgehensweise und die notwendigen Schritte regelt.

 

In der täglichen Arbeit in den Kitas zeigt sich die Qualitätssicherung durch regelmäßige Beobachtungen des Gruppengeschehens und der Dokumentation von Entwicklungsprozessen in Form von Portfolios.

In den wöchentlich stattfindenden Teamsitzungen werden Transparenz und Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit gewährleistet.

Darüber hinaus werden regelmäßig die im QM-Ordner hinterlegten Qualitätsstandards überprüft und gegebenenfalls weiterentwickelt.

Jährlich findet ein „QM-Tag“ für beide Einrichtungen statt. An diesem Tag bleiben die Kitas für die Kinder geschlossen, damit das Team sich mit spezifischen Themen und der Konzeptionsarbeit auseinandersetzen kann. Da die Konzeptionsarbeit ein ständiger Prozess ist, braucht es Zeit und Raum, damit sich das gesamte Team strukturiert austauschen und mit anliegenden Veränderungen beschäftigen kann.

 

4. Öffentlichkeitsarbeit

Durch die Öffentlichkeitsarbeit möchten wir Interessierte über unsere Angebote und Arbeitsweise informieren. Unsere Öffentlichkeitsarbeit findet inner- und außerhalb unserer Einrichtungen statt:

 

-       Aushänge an „Schwarzen Brettern“ in Kitas und Gemeindezentren und im Stadtteil und bei unseren Kooperationspartnern

-       Informationen über unsere Angebote per E-Mail an Eltern und Kooperationspartner und auf unserer Homepage www.familienzentrum-lindenthal.de

-       Flyer

-       Schriftliche Konzeption

-       Infostände bei Festen wie dem jährlich stattfindenden Decksteiner Straßenfest

-       Veröffentlichungen im „Lindenblatt“, in Tages- und Wochenzeitungen sowie im Newsletter des Ev. Kirchenverbandes Köln und Region

 

5. Kooperationen

Unsere vielfältigen Angebote können wir durch die Kooperation mit verschiedenen Partnern im Sozialraum umsetzen.

 

Unsere Kooperationspartner sind:

Beratungs- und Therapiemöglichkeiten

Ev. Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Familie

Tunisstr. 3; 50667 Köln;Tel.: 25 77 46-1            

Ansprechpartnerin: Frau Stein

 

Lindenthaler Dienste e.V.

Lindenthalgürtel 30, 50935 Köln; Tel.: 0221-4769844

Ansprechpartnerin: Frau Eckhardt

 

Ev. Familienbildungsstätte FBS

Kartäuserwall 24 B , 50678 Köln; Tel.: 314838 oder 324814

Ansprechpartner: Herr Wirtz

 

SprechRAUM.Praxis für Sprachtherapie

Landgrafenstr. 31-35, 50931 Köln; Tel.: 40 42 43

Ansprechpartnerin: Frau Bendix

 

Stadt Köln

Amt für Kinder, Jugend und Familie

Kalk Karree; Ottmar-Pohl-Platz 1, 51103 Köln; Tel.: 0221-221-0

Ansprechpartnerin: Frau Butenop, Amtsleiterin: Carolin Krause

 

Schulen

 

GGS Bachemer, Bachemer Str. 69, 50931 Köln 

Leiter: Herr Krüger; Tel: 222 51 91 0   Fax: 222 51 91 91

 

KGS Lindenburger Allee, Lindenburger Allee, 50931 Köln,

Leiterin: Frau Werner, Tel: 355 89 97- 0/11/12  Fax: 355 89 97- 17

 

KGS Hans-Christian-Andersen-Schule, Freiligrath Str.60,  50935

Köln Leiterin: Frau Schaller, Tel.: 3373088- 0  Fax: 3373088- 10

 

GGS Freiligrathstr, Freiligrathstr. 60, 50935 Köln ;

Leiterin: Frau Berger, Tel.: 33 77 300 8- 23

 
Kinderbetreuung und Freizeitgestaltung

„Paulchen“, Lindenthalgürtel 28, 50935 Köln; Tel.: 4769832

Ansprechpartnerin: Frau Nass

 

„Treibhaus“

Herbert-Lewin-Str. 4, 50931 Köln; Tel.: 9408043

Ansprechpartner: Herr Goebel

 

MehrSprache e.V.

Neuenhöfer Allee 125, 50935 Köln

Ansprechpartnerin: Frau Longobardi

 

Männerarbeit der Ev. Kirche im Rheinland

Graf-Recke-Str. 209, 40237 Düsseldorf, Tel.: 0211-3610213

Ansprechpartner: Herr Fleischer

 

Kath. Familienzentrum Lindenthal/ Kriel

Ansprechpartner: Pfarrer Icking, Tel.: 0221-407912

Frau Lambertz, Kath. Kita St. Albertus Magnus, Tel.: 0221-434281

 

Gesundheitsförderung und Prävention

Zentrum für Sport und Medizin am Ev. Krankenhaus Köln- Weyertal,

Weyertal Str.76, 50931 Köln , Tel.: 479-2299

Ansprechpartner: Herr Gommersbach-Löffler

 

Krieler Welle

Krieler Str. 66, 50935 Köln, Tel: 4304747 

Ansprechpartnerin: Frau Daus

 

Angebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen

Diakonie Köln und Region, Tandem- häusliche Unterstützung für Menschen mit Demenz,

Einheitsstraße 8, 50733 Köln, Tel.. 0221-97623773

Ansprechpartnerin: Frau Regenbrecht